Der gebaute Witz

Plädoyer für mehr Vielfalt auf der Anlage

Symbolbild Vielfalt. Foto: Sharon Pittaway/Unsplash
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Ein Haus zu bauen, liegt in der Natur des Menschen.

LBS-Werbung von anno dazumal. Gesprochen von Christian Brückner

Wer ist über 40 und erinnert sich nicht mehr an diesen LBS-Werbespot? Auch wenn den Satz jeder nachsprechen und auch vervollständigen kann, geht es mir nicht um die Miete. Sondern um das, was wir bauen. Wir meint in diesem Sinne alle Modelleisenbahner und keinen bestimmten.

(Vielleicht ist es auch eine typisch deutsche Beobachtung, vielleicht auch generell so.)

Wir bauen, was wir kennen – und was wir uns vorstellen und hinstellen wollen. Oft ist das unsere nächste Nachbarschaft. Klar, die kennen wir wie unsere Westentasche.

  • Der Eisenbahnclub Rosenheim baut in seinem Vereinsheim in Großkarolinenfeld die Bahnhöfe von Rosenfeld (verstehste, wa?) und Großkarolinenheim. 
  • Der Vorzeige-YouTuber Dortmunder Junge besucht Freunde im Revier, und der ein oder andere hat auch eine Zeche oder eine Fabrik gebaut.
  • Das Miniatur Wunderland hat als eins der ersten Gebiete Hamburg nachgebaut.
  • In Innsbruck gibt es den Innsbrucker Hauptbahnhof samt Berg-Panorama.
  • In Salzburg gibt es die Festung Werfen und die Festung Hohensalzburg.

Das ist alles gut so, aber mir kommt es so vor, als trete dabei die Kreativität auf der Stelle. Ich erinnere mich dabei an ein paar Exoten, die mir eben deshalb in Erinnerung geblieben sind.

Die Mondbahn etwa, bei einer Ausstellung von Dioramen in der Lokwelt Freilassing:

Die humorvollen Bild-Posts eines Schalke-Fans oder einer Fotografin bei Instagram:

Was für Ideen habt ihr? Seid kreativ! Schickt mir eure Dioramen, die den Umkreis von 50 Kilometern um euren Wohnort herum sprengen.

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